Die hausbackene Diktatur

Der sehr provinzielle Roman der DDR - oder die Mär von des Kaisers neuen Kleidern. - Ein Schelmenreport

 

 

 

Georg Naundorfer

Die hausbackene Diktatur

Von politischen und anderen Schelmenstücken -

Ein essayistischer Langzeitreport

 

Dieser Text ist ein Versuch, am persönlichen Beispiel die Geschichte derer zu erzählen, die in der DDR lebten und wie sehr dieses Leben oft sogar unbewusst politisch durchtränkt und geprägt war. Es ist aber auch die Geschichte eines Staates, den niemand trotz seiner Bemühungen politisch je für voll genommen hat. Es ist die Geschichte der Abstrusitäten und Lächerlichkeiten, wie sie unter solchen Bedingungen geboren werden und dann zwangsläufig passieren und es wird auch deutlich, dass wir nie sicher sein können, auf dem richtigen Weg zu sein. Es ist ein Nachruf auf etwas, was diejenigen, die es nicht erlebt haben, nicht als uninteressant beiseite schieben sollten. Geschichte ist oft lehrhaft. Man soll sich aber an die Fakten halten. Wollen Sie wirklich das, was einmal war, immer von denen erklärt bekommen, die es eigentlich versemmelt haben? Dieser Text ist der essayistische Langzeitreport eines unfreiwilligen Selbstversuches, die Beschreibung einer Realsatire. Die hier abgehandelten Dinge gehören normalerweise in einen Schelmenroman.

Es ist ein Versuch, die Geschichte derer zu erzählen, die in der DDR lebten und wie sehr dieses Leben oft sogar unbewusst politisch durchtränkt und geprägt war. Es ist aber auch die Geschichte eines Staates, den niemand trotz seiner Bemühungen politisch je für voll genommen hat. Es ist die Geschichte der Abstrusitäten und Lächerlichkeiten, wie sie unter solchen Bedingungen dann zwangsläufig passieren und es wird auch deutlich, dass wir nie sicher sein können, auf dem richtigen Weg zu sein.

Die DDR der Provinz war eine andere als die ihrer Großstädte. Es ist ein Abgesang auf das, was dieser Staat tatsächlich gewesen ist, aber bestimmt nie sein wollte.

Was Sie hier sonst noch über die Mentalität der Deutschen erfahren, erhellt Ihnen bestimmt manches, was auch heute noch nicht gern zugegeben wird.

 

Ein für alle an DDR-Vergangenheit Interessierten sehr empfehlenswertes Buch. Als Autobiografie angelegt beschäftigt es sich vorrangig unernst mit Dingen, die allgemeininteressierend zeit- und gesellschaftskritisch sind.
Wer es selbst erlebte, der wird sich anhand der beschriebenen Vorgänge seine eigenen Erlebnisse wieder vergegenwärtigen können.
Wer es nicht gekannt hat, der wird feststellen, dass man das alles auch ganz anders sehen kann und Politik, gleich welcher Art im Grunde genommen immer lächerlich wäre, wenn sie sich nicht so oft für den Einzelnen so verheerend auswirken würde.
Der Autor beschreibt seine Lebensstationen aus einer Allgemeinsicht heraus, die mit Fortschreiten seiner Entwicklung und wachsender Übersicht vom Privaten immer stärker ins Prinzipielle hineinwächst, wie das im richtigen Leben auch ist.
Es ist kein Lebenslauf, sondern ein Abgesang auf das, was die DDR tatsächlich gewesen ist, aber bestimmt nie sein wollte. Die Ohnmacht der angeblich Allmächtigen wird deutlich und auch, aus welchen geistigen Quellen sie schöpften. Da das alles ständig an der BRD gespiegelt wird, bekommt allerdings deren Deutschlandpolitik auch etliche Beulen ab.
Das furiose Sahnehäubchen sind die Endkapitel mit den Details der Geschehnisse des 9. Oktober 1989 in Leipzig.

Auf die Darstellung seiner Beobachtung erfolgt die Darlegung der daraus gewonnene Strategie des Machtapparates zur Niederschlagung des Widerstandes. Das ist an Hand des mit abgedruckten Stadtplanes erschreckend genau nachvollziehbar, und was er sonst noch von den mit der Wende verbundenen Paradoxa und der Treuhand schreibt, ist leider nicht vom Tisch zu wischen, genau so wie die Schlussfolgerungen aus seiner Konfrontation mit dem letzten „Steuerhinterziehungsratgeber für Altbundesbürger", woraus sich manches erhellt, was auch heute noch nicht gern zugegeben wird.
Das Buch ist ein Rundumschlag, die Beschreibung einer Realsatire, wie sie nie erdacht werden könnte, allerdings tatsächlich passiert ist.