Psycho und Therapie

Georg Naundorfer

Psycho und Therapie
Der Roman der Nachwende-Sperrmüllgesellschaft
Eine essayistische Achterbahnfahrt


Waren Sie schon einmal zur Kur? Auch zu einer psychotherapeutischen? Das brauchen Sie nicht.
Nehmen Sie einfach mit offenen Sinnen auf, was sich Ihnen täglich darbietet und der Irrwitz des Lebens wird Ihnen auch so bewusst werden.
Was steuert eigentlich eine Gesellschaft von innen heraus, wenn ihr die sogenannten Werte abhanden gekommen sind, sie mit aufgepfropften Ideologien schon mehrfach Schiffbruch erlitt und sie auch mit Religion nichts mehr anzufangen weiß?
Bleiben ihr dann wirklich nur noch Geld, Konsum und Sex, wie uns das die Medien einzutrichtern versuchen?
Heutzutage reicht es schon, einen Spiegel an der Straße aufzustellen. Was der Ihnen dann zeigt, ist besser als Comedy. Dieser hier steht an einem Brennpunkt. Da liefert er Ihnen den Irrsinn natürlich gebündelt.

 

Inhaltsangabe
Der Ich-Erzähler beschreibt, wie er zu einer psychotherapeutischen Kur kam und was ihm dabei alles begegnete.
Aus dem, was er dort am Beispiel studieren kann, rekonstruiert er sich als Bewohner des Beitrittsgebietes, was er denn in den Jahren seines Weggesperrtseins hinter der Mauer von den Segnungen der freien westlichen Welt alles verpasst haben könnte.
Diesen von ihm vorgefundenen als „oversexed and underfucked" ausgewiesenen Gesellschaftszirkus als Kaleidoskop des Irrwitzes begreiflich zu machen, den Verklemmungen nachzuspüren, die aus der neuen überzogenen Offenheit heraus entstehen und wie das verhökert wird, das ist der eigentliche Zweck dieser ironischen Betrachtung. Das alles anschließend in Kontrast zu den Zwängen des geldgierig raffenden Alltags der Neidgesellschaft gestellt,  macht dann das eigentliche Lesevergnügen erst vollkommen.